Arbeitszeit erfassen

Arbeitszeit erfassen

Arbeit und Freizeit klar trennen

Das Arbeitsgesetz unterscheidet klar zwischen Arbeitszeit und Freizeit, um die Arbeitnehmenden zu schützen. Es legt wöchentliche Höchstarbeitszeiten fest, die niemand überschreiten darf. Die Arbeitszeiterfassung dient dazu, deren Einhaltung zu kontrollieren. Das ist wichtig für die Gesundheit der Arbeitenden, verhindert Gratisarbeit und ermöglicht es, für Überstunden beziehungsweise Überzeit Zuschläge einzufordern.

Zeit und Arbeit gehören zusammen

Lohnarbeit ist an eine bestimmte Arbeitszeit gebunden, für die Lohn bezahlt wird. Neue Arbeitsformen und moderne Kommunikationsmittel drohen diese Tatsache zu verschleiern

Leitende und qualifizierte Angestellte betroffen

Die neuen Regeln für die Erfassung der Arbeitszeit (Januar 2016) gelten vorab für mittlere Kader mit hohem Lohn und überdurchschnittlicher Arbeitsautonomie. Begründet wird dies damit, dass flexible Arbeitsmodelle, die auf dem Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer/in aufbauen, mit einem Verzicht auf die Arbeitszeiterfassung einhergehen müssten.

Eine Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO (PDF) zeigt aber, dass Arbeitnehmende, die flexibel arbeiten und ihre Arbeitszeit nicht erfassen, markant länger arbeiten als vertraglich vereinbart und die Überzeit oft nicht kompensieren.

Damit die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung wegfallen kann, ist zudem ein Gesamtarbeitsvertrag (GAV) erforderlich, der unter anderem Massnahmen zum Gesundheitsschutz vorsieht. Und schliesslich muss auch die betroffene Person einverstanden sein.