Arbeitszeit - Ihre Rechte

Was ändert sich?

Am 1. Januar 2016 sind die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen zur Lockerung der Arbeitszeiterfassung in Kraft getreten. Bestimmte Arbeitnehmergruppen können neu die Arbeitszeit erleichtert erfassen oder ganz darauf verzichten. Diese Ausnahmen müssen aber in einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) geregelt werden.

Arbeitszeiterfassung ist gesetzliche Pflicht

Das Arbeitsgesetz ist klar: Arbeitgeber sind verpflichtet, die Arbeitszeit von allen Angestellten zu erfassen. Das erlaubt es, klar zwischen Arbeitszeit und Freizeit zu trennen. Damit schützt das Arbeitsgesetz die Gesundheit der Arbeitnehmenden und bewahrt sie vor Überlastung, Stress und unbezahlter Arbeit.

Die Regeln werden aufgeweicht

Mit verschiedenen Vorstössen versuchten einige Parlamentarier, diese sinnvolle Pflicht zur Arbeitszeiterfassung für ganze Branchen abzuschaffen. Die Gewerkschaften wehrten sich dagegen. Schliesslich einigten sich die Sozialpartner im Jahr 2015 auf einen Kompromiss. Er lockert zwar die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung für gewisse Kategorien. Er legt aber klare Kriterien fest und verknüpft sie mit dem Abschluss eines Gesamtarbeitsvertrags. Zudem verlangt er besondere Massnahmen zum Gesundheitsschutz und die Einhaltung der Ruhezeiten.

Weitere Informationen zu den geltenden Regeln.