Flexible Arbeitszeiten

Flexible Arbeitszeiten

Die neuen Arbeitsformen

Zwar ist die Arbeitszeit im Arbeitsgesetz umfassend geregelt, doch die neuen Arbeitsformen tendieren dazu, die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit zu verwischen. Die «Vertrauensarbeitszeit» wird zunehmend zum Trend und das Spannungsfeld zwischen der obligatorischen Erfassung und der Nicht-Erfassung der Arbeitszeit wird grösser.

Flexible Arbeitszeiten

Gemäss einer repräsentativen Umfrage der Fachhochschule Nordwestschweiz (PDF) im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) arbeiteten 2010 bereits 61% aller Arbeitnehmenden mit flexiblen Arbeitszeiten. 17% der Arbeitnehmenden arbeiten flexibel, ohne dass ihre Arbeitszeit erfasst und dokumentiert wird. Unter den hochqualifizierten und leitenden Angestellten beträgt dieser Anteil sogar 26%. Die Umfrage zeigt auch, dass Arbeitnehmende, die flexibel arbeiten und dabei ihre Arbeitszeit nicht erfassen, markant länger arbeiten als vertraglich vereinbart. Diese Arbeit wird oft in der Freizeit oder trotz Krankheit geleistet.

Homeoffice

Wie die flexiblen Arbeitszeiten scheint auch das Homeoffice auf den ersten Blick praktisch zu sein. Doch die Umfrage des Seco zeigt, dass 45% der Personen, die zu Hause arbeiten, ihre Arbeitszeit nicht systematisch erfassen. Und auch die Schweizerische Umfrage «Home office 2013» (PDF) belegt: Je häufiger und regelmässiger man Homeoffice betreibt, desto weniger schreibt man die geleisteten Arbeitsstunden und die Pausen auf.

Zielvereinbarungen

Führung durch Zielvereinbarung konzentriert sich auf die zu erreichenden Resultate. Dabei wird oft nicht berücksichtigt, wie diese erreicht werden und wie viel Arbeitszeit dafür notwendig ist. Die aufgewendete Zeit und die Folgen für die Gesundheit werden oft vernachlässigt.